
Transportversicherung
Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick!
Grundsatz: Versichert sind die Güter/Waren und alle Schäden daran, die während des Transports entstehen können. Der Schutz gilt in der Regel für Straßen-, Schienen-, Luft- und Seetransporte. Auch Be- und Entladevorgänge können versichert sein.
Bezüge, Versendungen, Zertifikate sind gängige Begriffe – grundsätzlich sind alle Transportarten versicherbar. Und das gilt damit auch für die Waren, die Sie transportieren und transportieren lassen. Und, wer eigene Ware über Frachtführer/Spediteure transportieren lässt, muss wissen, dass diese oft nur begrenzt haften! Eine eigene Waren-Transport-Versicherung ist dann in aller Regel empfehlenswerter, wenn beteiligte Dienstleister nicht mehr haften.

Die Begrifflichkeit bei dieser Versicherungsart ist vielfältig und auf Versichererseite nicht konsistent. See-, Binnen-, Verkehrshaftungs-, Warentransport-, Werkverkehrs-, Flusskasko-, Wassersport-, Luftfahrtkasko-, Valoren- und Ausstellungsversicherungen ist eine nicht abschließende Aufzählung. Manchmal sind es Oberbegriffe und die Versicherungslösungen decken teilweise unterschiedliche Risiken ab. Waren-Transportversicherung ist für Güter im gewerblichen Transport bestimmt. Werkverkehr-Versicherung gilt für den Transport von eigenen Güter auf eigenen Fahrzeugen. Verkehrshaftungs-Versicherung schützt Transportunternehmen vor Haftungsansprüchen.

Die Versicherer sind in diesem Punkt relativ einheitlich – ausgeschlossen sind zum Beispiel meist Schäden durch Beschädigung, mangelhafte Verpackung, Verderbschäden, vorsätzliches Handeln, Verzögerung sowie Krieg, Streik oder Kernenergie und weitere. Neuerdings sind übrigens auch häufig Cyberschäden ausgeschlossen! Dafür gibt es andere Versicherungslösungen.

Warenwert (korrekterweise das gewählte Transportmittelmaximum), Transportart, Länderrisken, Selbstbeteiligung und Deckungsumfang bestimmen die Prämie. Jahresverträge kosten je nach Volumen ab einigen Hundert Euro. Risikoreiche Transporte sind teurer. Einzeltransporte sind auch versicherbar.
Weitere Fragen und Antworten
Wie sollte die Versicherungssumme der Waren-Transportversicherung gewählt werden?
Auch wenn das Wort Versicherungssumme genannt wird – in der Waren-Transportversicherung ist es gängig und richtiger vom sogenannten Transportmittelmaximum zu sprechen. Das ist die Höchstgrenze, bis zu der der Versicherer Schäden an den transportierten Gütern für ein definiertes, einziges Transportmittel übernimmt. Wichtig ist es zu wissen, dass der Versicherer nur das Maximum zahlt, auch wenn der Gesamtwert der Güter im Schadenfall höher ist. Daher ist eine genaue Risikoanalyse notwendig.
Der Wert der zu versichernden Güter basiert meist auf dem Rechnungswert plus Nebenkosten wie Fracht, Zoll und Versicherung. Auch ein pauschaler Gewinnaufschlag kann enthalten sein.
Wann ist eine Transportversicherung sinnvoll?
Immer dann, wenn hochwertige oder empfindliche Güter transportiert werden und auch dann, wenn die Güter/Waren durch Frachtführer/Spediteure bezogen oder verschickt werden. Nur so kann die Haftungslücke (keine Haftung der Frachtführer/Spediteure z.B. bei höhere Gewalt) geschlossen werden und die Regulierung beschleunigt werden. Die Haftungsprüfungen der Vorgenannten können länger dauern. Eine Waren-Transportversicherung deckt damit existenzbedrohende Risiken ab.
Ist eine Transportversicherung Pflicht?
Nein, sie ist freiwillig. In manchen Branchen oder Verträgen kann sie aber vorgeschrieben sein. Viele Unternehmen schließen sie aus eigenem Interesse wegen der Existenzbedrohung ab. Sie sichert das eigene Risiko, die Lieferkette und Kundenzufriedenheit. Pflicht besteht nur in speziellen Fällen wie z.B. bei Frachtführern und Spediteuren.
Ihre Kontaktpersonen
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
